Klubbesitzer ziehen die Konsequenz
Die Klubbesitzer der NFL haben einstimmig beschlossen, den bis 2011 laufenden Vertrag mit der Spielervereinigung nicht zu verlängern.
Sowohl die Liga, als auch die Spielvereinigung haben jedoch zugesichert, dass die kommenden drei Spielzeiten nicht durch Vertragsstreitigkeiten unterbrochen oder beeinträchtigt werden.
Außerdem verständigten sich beide Parteien darauf, gemeinsam an einem neuen Vertragswerk zu arbeiten.
"Die nächsten drei Jahre NFL-Football sind garantiert", sagte Commissioner Roger Goodell, nachdem die Klubbesitzer von ihrem Ausstiegsrecht gebraucht machte. Ursprünglich hatte der Vertrag eine Gültigkeit bis 2013.
"Wir befinden uns nicht in einer Notlage. Die momentane Vereinbarung funktioniert aber nicht, so dass wir für die Zukunft eine faire Übereinkunft anstreben", führte Goodell aus.
Streit um Salary Cap
Streitpunkt ist wie so oft der Salary Cap, der nach derzeitigem Stand nur noch in den kommenden beiden Jahren besteht.
In der Saison 2010 würde die NFL ohne diese "Maximalgehälter" laufen, und falls bis dahin keine Einigung zustande kommt, wäre 2011 sogar ein Lockout möglich.
Kein Schock
Die Entscheidung der Klubbesitzer, aus dem Vertrag auszusteigen, wurde in dieser Art und Weise zwar erwartet, allerdings nicht zu einem so frühen Zeitpunkt.
"Ich denke nicht, dass diese Entscheidung jemanden schockiert hat", sagte Gene Upshaw, Geschäftsführer der NFL-Spielervereinigung.
Gehälter verschlingen 60 Prozent
Die Klubbesitzer bemängeln schon seit längerem, dass der jetzige Vertrag die Spieler zu sehr bevorteilt.
So zahlen die Eigner in diesem Jahr 4,5 Milliarden Dollar an Spielergehältern. Das sind 60 Prozent ihrer gesamten Einnahmen.
Unerfahrene Spieler bevorzugt
Außerdem wollen die Klubbesitzer im neuen Vertrag verankern, dass erfahrene Spieler im Gegensatz zu den "NFL-Frischlingen" nicht benachteiligt werden.
Offensive Tackle Jake Long, im Draft 2008 an erster Position von den Miami Dolphins gezogen, schloss einen Vertrag über 30 Millionen Dollar ab, ohne jemals zuvor ein NFL-Match bestritten zu haben.
Einigung erst 2010?
Die Vereinigung der Klub-Besitzer möchte die Verhandlungen so schnell wie möglich vorantreiben, eine zügige Einigung scheint aber nicht in Sicht.
"Wir möchte diese Dinge schnell erledigen", sagt Goodell, schiebt aber gleich hinterher, dass eine "Einigung wohl erst 2010 realistisch ist."

